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| Qualitätssicherungsmaßnahmen in unserem Hause |
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In den Jahren 1999 - 2002 hat die Kurklinik Miramar am Projekt "Qualitätsprofile für Mutter-Kind- und Mütter-Einrichtungen" teilgenommen. Diese externe Qualitätssicherungsmaßnahme würde durchgeführt von der Abteilung Qualitätsmanagement und Sozialmedizin am Universitätsklinikum Freiburg, unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Wilfried H. Jäckel. Die Ergebnisse, die durchweg gut ausgefallen sind, können auf den folgenden Seiten entweder kurz zusammengefasst in einer Grafik oder ausführlich in Zusammenfassungen betrachtet werden. |
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1. Einleitung: Das Projekt "Qualitätsprofile für Mutter-Kind- und Mütter-Einrichtungen" wird auf Initiative der Elly-Heuss-Knapp-Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk, und der Barmer Ersatzkasse von der Abteilung für Qualitätsmanagement und Sozialmedizin am Universitätsklinikum Freiburg (AQMS) / Hochrhein-Institut fiir Rehabilitationsforschung Bad Säckingen (HRI) in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Rehabilitationspsychologie am Psychologischen Institut der Universität Freiburg durchgeführt. Insgesamt nehmen 11 Mütter-Einrichtungen sowie 52 Mutter-Kind-Einrichtungen an dem Projekt teil. In der ersten Projektphase von April 1999 bis März 2000 wurden in intensiver Kooperation mit ExpertInnen aus den beteiligten Einrichtungen die Erhebungsinstrumente, die bisher in ähnlichen Forschungsprojekten im Bereich der medizinischen Rehabilitation zum Einsatz kamen, nach der Delphi-Methode überarbeitet. Besonders berücksichtigt wurden hierbei die spezifischen Gegebenheiten in den Mutter-Kind- und Mütter-Einrichtungen sowie die Bedeutung frauenspezifischer Aspekte. Für den Kinderbereich wurden darüber hinaus neue Erhebungsinstrumente entwickelt. Im April 2000 begann mit der Datenerhebung in den Einrichtungen die zweite Projektphase.
Die Mutter-Kind-Einrichtung "Miramar" in Großenbrode beteiligte sich an dem oben skizzierten Projekt, in dessen Rahmen das vorliegende externe Qualitätsprofil erstellt wurde. In Anlehnung an Donabedian beinhaltet das externe Qualitätsprofil die Messung der zentralen Qualitätsdimensionen Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität sowie der Patientenzufriedenheit als weiteren wichtigen Aspekt von Qualität im Rahmen der Gesundheitsversorgung. Auf Wunsch der Einrichtung wird zusätzlich eine Befragung zur Erfassung der Mitarbeiterlnnenzufriedenheit durchgeführt.
Das Qualitätsprofil gibt der Einrichtungsleitung und den MitarbeiterInnen eine detaillierte Rückmeldung über die Stärken und Schwächen ihrer Arbeit und soll bei der kontinuierlichen Bemühung um eine Verbesserung der Qualität im Rahmen der internen Qualitätssicherung Unterstützung und Anregung geben. Darüber hinaus kann das Qualitätsprofil dazu eingesetzt werden, um externen Adressaten (z.B. Kostenträgern oder Beratungsstellen) Informationen zu geben, die als Entscheidungshilfen für Empfehlungen an die Patientinnen dienen können.
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2. Zusammenfassung der Deskription der Stichprobe (Erwachsene):
Die Analyse des Rücklaufs deutet darauf hin, dass es sich bei den Studienpatientinnen der Mutter-Kind- Einrichtung "Miramar" nicht um eine selektive Stichprobe handelt. Die sehr hohe Rücklaufquote von 98,7% und der hohe Anteil kompletter Datensätze lassen einerseits auf eine hohe Teilnahmebereitschaft bei den Frauen schließen. Andererseits sprechen diese Zahlen dafür, dass die Einrichtung bei der Motivation der Studienteilnehmerinnen ebenso wie bei der Koordination der Studie sehr erfolgreich war.
Fasst man die Charakterisierung der Patientinnenstichprobe zusammen, so ergibt sich für die Mutter-Kind-Einrichtung "Miramar" folgendes Bild: Die insgesamt 151 Frauen sind im Mittel 37 Jahre alt. 49% der Frauen haben als Schulabschluss die Mittlere Reife, ein Viertel hat einen Hauptschulabschluss, 23% haben Abitur bzw. einen Fachhochschulabschluss. 51% der Frauen sind teilweise erwerbstätig, 23% sind ausschließlich Hausfrau. 57% der Studienpatientinnen sind verheiratet, fast zwei Drittel leben in einer festen Partnerschaft.
Die soziodemografische Struktur in der Einrichtungsstichprobe unterscheidet sich insgesamt kaum von der gesamten Vergleichsstichprobe. Einen signifikanten Unterschied findet man hinsichtlich des Alters: Die Studienpatientinnen der Mutter-Kind-Einrichtung "Miramar" sind rund zwei Jahre älter als die Studienteilnehmerinnen der Referenzeinrichtungen. Darüber hinaus zeigt sich ein signifikanter Unterschied in der Anzahl der im Haushalt lebenden Personen unter drei Jahren: Bei den Frauen der Stichprobe aus der Mutter-Kind-Einrichtung "Miramar" leben häufiger keine Kleinkinder unter drei Jahren im Haushalt als in bei den Patientinnen der übrigen Einrichtungen. Da jedoch lediglich N=77 Frauen aus der Einrichtung "Miramar" zu dieser Frage eine Angabe gemacht haben, sollte dieses Ergebnis zurückhaltend interpretiert werden. Mit Bezug auf die Diagnoseverteilung ist der höhere Anteil von Diagnosen aus der Gruppe Z (ICD-10) auffällig. Schließlich wurde die Motivation zur Behandlung in der Mutter-Kind-Einrichtung "Miramar" optimistischer eingeschätzt als in den Referenzeinrichtungen.
Um den Unterschieden in der Stichprobenkennwerteverteilung Rechnung zu tragen, werden die genannten Merkmale bei den jeweiligen klinikvergleichenden Analysen statistisch kontrolliert.
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3. Zusammenfassung Ergebnisqualität (Erwachsene):
Die Rückmeldung im Bereich Ergebnisqualität lässt sich in einrichtungsbezogene bzw. klinikvergleichende Ergebnisse unterteilen. Darüber hinaus unterscheidet man die Ebene der Selbst- bzw. Fremdbeurteilung des Behandlungserfolgs. Klinikvergleichende Analysen werden ausschließlich basierend auf der patientinnenseitigen Ergebnismessung durchgeführt, wohingegen die einrichtungsbezogenen Auswertungen sich sowohl auf die Selbst- als auch auf die Fremdbeurteilung beziehen.
Die einrichtungsbezogene Datenanalyse im Bereich Ergebnisqualität, die patientinnenseitig erhoben wurde, zeigt, dass bei Behandlungsbeginn 70% der Frauen aus der Stichprobe der Mutter-Kind-Einrichtung "Miramar" im IRES-Summenscore "Reha-Status" auffällige oder gravierende Belastungen aufweisen. Der Anteil an Vorsorgemaßnahmen ist gegenüber den Rehabilitationsmaßnahmen deutlich höher. Hinsichtlich der Diagnosezusätze findet sich eine sehr hohe Übereinstimmung zwischen der vom Hausarzt und der in der Einrichtung gestellten Diagnose. 25% der Diagnosen werden von den Ärzten in der Einrichtung als schwer, 70% als mittelschwer eingestuft, außerdem wird für 37% der Zusatz "chronisch progredient" vergeben. Die Beschwerdendarstellung der Patientinnen wird in 95% der Fälle als adäquat beurteilt. Von den 151 Frauen, auf die sich die Auswertung zur Eingangsbelastung beziehen, haben sich 137 Frauen an der Katamnese beteiligt. Dies entspricht einem Rücklauf zu t2 von 90,7%. Die Analyse der Drop-Outs deutet daraufhin, dass es sich bei den Studienpatientinnen der Mutter-Kind-Einrichtung "Miramar", die den Datenanalysen zum Behandlungs- erfolg zugrunde liegen, nicht um eine selektive Stichprobe handelt. Die Drop-Outs zu t2 und die Studienpatien- tinnen unterscheiden sich in ihrer Entwicklung des Gesundheitszustands zwischen Aufnahme und Entlassung nicht signifikant. Deshalb kann davon ausgegangen werden, dass sich die Ergebnisse, die für die Studienpatientinnen gefunden werden, auf die Gesamtstichprobe übertragen lassen.
Der Behandlungseffekt im IRES-Summenscore Reha-Status, der zwischen Aufnahme in die Einrichtung und Behandlungsende ermittelt wird, ist stark. Auch bei der Sechsmonatskatamnese lässt sich noch ein Effekt nachweisen, der in einem mittleren Bereich liegt. Wertet man die Ergebnisse zielorientiert aus, findet man sowohl unmittelbar als auch mittelfristig starke Behandlungseffekte. Dieses Ergebnis weist darauf hin, dass in denjenigen Bereichen, die bei Behandlungsbeginn als Behandlungsziel ausgewählt wurden, starke Verbesserungen erzielt wurden.
Fokussiert man die Fremdeinschätzung des Behandlungserfolgs, zeigen die Ergebnisse, dass auch die Behandler der Mutter-Kind-Einrichtung "Miramar" in den fünf am häufigsten gewählten Zielparametern deutliche Verbesserungen zwischen Behandlungsbeginn und- ende wahrnehmen, die Effektstärken liegen durchgängig in einem hohen Bereich. Im Hinblick auf die Zielerreichungsgrade fällt auf, dass die Ziele zu Beginn der Maßnahme überwiegend vorsichtig gewählt wurden. Außerdem wird ersichtlich, dass die Ärzte und Therapeuten in allen Bereichen der Gesundheit signifikante Verbesserungen des Gesundheitszustands der Patientinnen beobachten. Auch hier können die Effektstärken mit Ausnahme des funktionalen Bereichs als stark beurteilt werden.
Aus den klinikvergleichenden Ergebnissen lässt sich ableiten, dass der Gesundheitsstatus der Patientinnen aus der Mutter-Kind-Einrichtung "Miramar" bei Behandlungsende sowie nach sechs Monaten im funktionalen und im psychosozialen Status dem durchschnittlichen Gesundheitszustand der Patientinnen aus den Referenzeinrichtungen entspricht. Positiv hervorzuheben ist an dieser Stelle, dass die Patientinnen im somatischen Status am Ende der Behandlung sowie zum Katamnesezeitpunkt einen signifikant besseren Gesundheitszustand berichten als Patientinnen der übrigen Einrichtungen.
Insgesamt verdeutlichen die Ergebnisse, dass bei den Frauen, die an der Mutter-Kind-Maßnahme teilgenommen haben, ausgeprägte Eingangsbelastungen bestehen, die sich im Verlauf der Behandlung deutlich reduzieren. Sowohl die Patientinnen selbst als auch die Behandler schätzen die unmittelbaren Effekte als sehr positiv ein. Die nachweisbaren Effekte zum Katamnesezeitpunkt weisen zudem darauf hin, dass der Transfer dieser guten Behandlungsergebnisse in den Alltag der Patientinnen gelungen ist.
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4. Zusammenfassung Patientinnenzufriedenheit:
Die Datenanalyse im Bereich Patientinnenzufriedenheit zeigt, dass sich die von den Frauen geäußerte globale Zufriedenheit, die durch den Summenscore der Einzelskalen abgebildet wird, in der Mutter-Kind-Einrichtung "Miramar" signifikant positiv vom Durchschnitt aller Referenzeinrichtungen unterscheidet. Dementsprechend finden sich für die Mehrzahl der Einzelskalen ebenfalls signifikant positive Unterschiede. Im Einzelnen sind dies die Skalen "Psychosoziale Therapie (Erwachsene)", "Ärztliche Betreuung" (Erwachsene und Kinder), "Kin- der-Gruppe", "Organisation der Behandlungen und Schulungen", "Behandlungsplan und -ziele", "Freizeit" sowie "Klinik i. S. von Atmosphäre".
In den beiden Einzelskaien "Psychosoziale Therapie des Kindes" und "Essen" liegt die Patientinnenzufriedenheit im Durchschnittsbereich der Referenzeinrichtungen. Zur genaueren Betrachtung dieser Ergebnisse sei auf die Darstellung der Einzelfragen im Anhang verweisen.
Hervorzuheben ist, dass die Patientinnenzufriedenheit in der Einrichtung "Miramar" in keiner Einzelskala negativ vom Durchschnitt der Referenzeinrichtungen abweicht.
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5. Zusammenfassung Ergebnisqualität (Kinder):
In der Mutter-Kind-Einrichtung "Miramar" nehmen über alle Altersgruppen hinweg insgesamt 148 Kinder an der Studie teil, so dass sich bei Behandlungsende ein Rücklauf von 98,7% errechnet. Zum Katamnesezeitpunkt liegen 110 Fragebögen vor, für diesen Messzeitpunkt ergibt sich somit ein Rücklauf von 74,3% (bezogen auf den Rücklauf bei Behandlungsende).
Die Kinder der Stichprobe sind im Mittel 6,7 Jahre alt. Die Altersgruppe der 3-10jährigen Kindern ist mit 57% am stärksten vertreten. Entsprechend dieser Altersstruktur besuchen 41 % den Kindergarten und 45% die Schule. Mit 55% sind Jungen in der Stichprobe etwas häufiger vertreten als Mädchen. Je 45% der Kinder reisen allein mit ihrer Mutter bzw. gemeinsam mit der Mutter und einem weiteren Geschwisterkind in der Einrichtung an. Bei 37% der Kinder wird als Hauptdiagnose eine Diagnose aus der Gruppe D (ICD-10) gestellt. Die Übereinstimmung zwischen der Einweisungsdiagnose des Hausarztes und der in der Einrichtung gestellten Diagnosen liegt bei 97%. Hinsichtlich des Schweregrads werden 64% der Hauptdiagnosen von den Ärzten der Einrichtung als mittelschwer eingestuft. Die Motivation des Kindes oder der Mutter, die Behandlung fortzuführen, wird insgesamt sehr positiv beurteilt.
Im Hinblick auf die einrichtungsbezogenen Behandlungseffekte zeigt sich innerhalb der Altersgruppe der 3-10jährigen Kinder im Reha-Status bei Behandlungsende sowie bei der Sechsmonatskatamnese ein signifikant verbesserter Gesundheitszustand. Der unmittelbare Effekt ist stark, der mittelfristige Effekt liegt im mittleren Bereich. Für die Kinder unter 3 Jahren bzw. ab 10 Jahren kann für die Mutter-Kind-Einrichtung "Miramar" keine einrichtungsbezogene Auswertung vorgenommen werden, weil in diesen Altersgruppen nicht ausrei- chend viele Datensätze vorliegen.
Die Ärzte und Therapeuten der Mutter-Kind-Einrichtung "Miramar" schätzen den Gesundheitszustand der Kinder in den am häufigsten gewählten Zielen bei Behandlungsende deutlich besser ein als bei Aufnahme in die Einrichtung, die Effektstärken liegen durchgängig im Bereich starker Effekte. Darüber hinaus fällt auf, dass die Ziele zu Beginn der Maßnahme in den beiden Parametern "Umgang mit Grenzen" sowie "Unruhe/Nervosität" realistisch gesetzt wurden, während hinsichtlich des Bereichs "Symptome Asthma" eine eher vorsichtige Ziel- setzung vorgenommen wurde. Die zusammenfassenden Bewertungen des Gesundheitszustands der Kinder aus Behandlersicht zeigen, dass die Ärzte und Therapeuten in allen Bereichen der Gesundheit bei Behandlungsende gegenüber dem Behandlungsbeginn signifikante Verbesserungen beobachten. Im psychosozialen Bereich ist die ermittelte Effektstärke stark, im somatischen Bereich liegt sie im mittleren Bereich und im funktionalen Bereich ist sie gering.
Die klinikvergleichenden Ergebnisse zeigen, dass sich der Gesundheitszustand der 3- l0jährigen Kinder der Mutter-Kind-Einrichtung "Miramar" hinsichtlich des IRES-Summenscores "Reha-Status" bei Behandlungsende in signifikant positiver Richtung vom durchschnittlichen Gesundheitszustand der Kinder aus den übrigen Einrichtungen unterscheidet. Zum Katamnesezeitpunkt liegen die Ergebnisse im Durchschnittsbereich der Refe renzeinrichtungen.
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6. Zusammenfassung der einrichtungsübergreifenden Ergebnisse:
Über alle Mutter-Kind-Einrichtungen und über alle Altersgruppen hinweg nehmen insgesamt 6717 Kinder an der Studie teil, so dass sich bei Behandlungsende ein Rücklauf von 83,1 % errechnet. Zum Katamnesezeitpunkt liegen 5003 Fragebögen vor, für diesen Messzeitpunkt ergibt sich somit ein Rücklauf von 74,5% (bezogen auf den Rücklauf bei Behandlungsende).
Die Kinder der Stichprobe sind im Mittel 5,5 Jahre alt. Über alle Einrichtungen hinweg ist die Altersgruppe der 3-10jährigen Kindern mit 66% am stärksten vertreten. Entsprechend dieser Altersstruktur besuchen 54% den Kindergarten und 35% die Schule. Mit 46,5% sind Mädchen in der Stichprobe etwas schwächer vertreten als Jungen mit 53,5%. 56% der Kinder reisen gemeinsam mit ihrer Mutter und einem weiteren Geschwisterkind in den Einrichtungen an.
Bei 43 % der Kinder wird als Hauptdiagnose eine Diagnose aus der Gruppe J (ICD-10) gestellt. Die Übereinstimmung zwischen der Einweisungsdiagnose des Hausarztes und der in den Einrichtungen gestellten Diagnosen liegt bei 90%. Hinsichtlich des Schweregrads werden 49% der Hauptdiagnosen von den Ärzten der Einrichtungen als mittelschwer eingestuft. Die Motivation des Kindes oder der Mutter, die Behandlung fortzuführen, wird insgesamt sehr positiv beurteilt.
Im Hinblick auf die Behandlungseffekte zeigt sich bei den Säuglingen und Kleinkindern zwischen 0 und 3 Jahren, dass die Mütter den Gesundheitszustand ihrer Kinder im somatischen Status am Ende der Behandlung nicht signifikant besser einschätzen als bei Behandlungsbeginn. Dieses Ergebnis ist nicht verwunderlich, da die Kinder in den Einrichtungen erstens durch verstärkten Kontakt mit anderen Kleinkindern und zweitens durch das Reizklima häufig unmittelbar zu Infekten neigen. Interessant ist hier daher vor allem das mittelfristige Ergebnis, dass die Kinder ein halbes Jahr nach Behandlungsende einen signifikant besseren Gesund- heitszustand aufweisen als bei Aufnahme in die Einrichtung. Die Effektstärke liegt im Bereich mittlerer Effekte. Innerhalb der Altersgruppe der 3-10jährigen Kinder findet sich im Reha-Status bei Behandlungsende sowie bei der Sechsmonatskatamnese ein signifikant verbesserter Gesundheitszustand. Der unmittelbare Effekt liegt im Bereich mittlerer Effektstärken, der mittelfristige Effekt ist stark. Bei den über 10jährigen Kindern zeigt sich, dass die Kinder ihren Gesundheitszustand im Reha-Status am Ende der Behandlung und zum Katarnnesezeit- punkt signifikant besser einschätzen als bei Behandlungsbeginn. Unmittelbar und mittelfristig zeigt sich ein geringer Effekt. |
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(c) 2006 Kurklinik Miramar
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