Holger Effe


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Sprengung Schornstein



Aus der Lübecker Nachrichten vom 03. Juni 2009
Bericht von Karlheinz Gemoll


Großenbrode - Rund 65 Tonnen Beton- und Metallschrott sind am Ende übrig geblieben.
Gesprengt wurde Pfingstsonnabend der letzte noch stehende Gebäudeteil der ehemaligen Fehmarnsund-Kaserne in Großenbrode: der 30 Meter hohe Schornstein des Heizungsgebäudes.


Seit Wochen bereits hatte der Lübecker Ortsverband des Technischen Hilfswerkes (THW) die Übungssprengung minutiös vorbereitet. Und so fiel der Schornstein wie geplant zentimetergenau auf die vorgesehene Stelle.

Für Ausbildungs- und Übungszwecke hatten zumeist ehrenamtlichen Einsatzkräfte des THW aus Lübeck und Oldenburg unter Leitung des Lübecker THW-Sprengberechtigten Wolfgang Menge in rund 300 Helferstunden mehr als 160 Sprenglöcher in den unteren Teil des Schornsteins gebracht. Weitere Bohrlöcher dienten der Entlastung des mit einer dichten Stahlbewehrung durchsetzten Betons.

Sorgfältigst wurden die 15 Zentimeter tiefen Löcher „besetzt“ – das heißt: mit Sprengstoff befüllt. Der Lübecker THW-Geschäftsführer Michael Labonte, ebenfalls Sprengberechtigter, teilte die Sprengmasse in passende Teile. Versehen mit den zeitlich unterschiedlich auslösenden Zündvorrichtungen, mit nassem LN-Zeitungspapierröllchen verdichtet und dann mit der zentralen Zündeinrichtung verbunden, wartete rund sechs Kilogramm handelsüblicher Sprengstoff auf den elektrischen Impuls. Zwei Signaltöne gefolgt von einem dumpfen Knall – langsam neigte sich das Bauwerk zur Seite und löste sich vor den Augen einiger benachbarter Anwohner, die trotz der frühen Stunde gekommen waren, in einer Staubwolke auf. Ebenfalls angereist waren aus den norddeutschen Landesverbänden mehrere ehren- und hauptamtliche Sprengberechtigte, um sich im Rahmen der Sprengung fortzubilden.

„Nur selten hat das THW Gelegenheit, sich im Sprengen von Stahlbeton weiterzubilden. An der Tagesordnung sind eher Baum- oder Renaturierungsprengungen“, erklärten Labonte und Menge. Daher kam das Angebot des mit einem THW-Mitarbeiter befreundeten Alexander Schwartz, dessen Unternehmen in der ehemaligen Luftwaffenkaserne die Abbrucharbeiten durchführt, höchst willkommen.


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Letzte Aktualisierung am 20. März 2016

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